Chiese di Venezia

Venedigs Kirchen

San Marco

San Marco ist einer der sechs Stadtteile (Sestieri) der Altstadt Venedigs. Das Stadtsechstel erstreckt sich über eine Fläche von 34 Hektar. Es gilt als geistiger und politischer Mittelpunkt, da dort die Regierung und Verwaltung der Republik Venedig ihren Sitz im Dogenpalast und den Bauten am Markusplatz nahmen. San Marco hatte (Stand: 12. Dezember 2007) 4.236 Einwohner, die sich auf die vier Pfarreien San Moisé (mit der Kirche Santa Maria del Giglio), Santo Stefano, San Luca und San Salvador (mit den Kirchen San Bartolomeo und San Zulian) verteilen.

San Marco ist westlich durch den Unterlauf des Canal Grande, genauer gesagt durch sein linkes Ufer begrenzt, und auch südlich verläuft eine Wasserfläche, nämlich das Bacino di San Marco. Nördlich und östlich hingegen begrenzen die benachbarten Stadtsechstel Cannaregio und Castello das Quartier. Die Insel San Giorgio Maggiore im Südosten jenseits des 400 Meter breiten Canale di San Marco und gegenüber dem Markusplatz gelegen, gehört administrativ ebenfalls zu San Marco, nicht jedoch die nur 40 Meter westlich gelegene Giudecca, die zu Dorsoduro zählt.

Seinen Namen leitet das Sestiere von der Basilica di San Marco ab, die im Jahr 832 auf Wunsch des Dogen Giovanni Partecipazio als Hauskapelle des Dogen errichtet worden war.

Das Quartier bestand, als im Jahr 1175 die Organisation der Sestieri eingeführt wurde, aus 16 Contrade. Zu diesen Kirchengemeinden zählten San Basso, San Geminiano, Santa Maria in capite brolii (Ascensione), San Zulian, San Salvatore, San Bartolomeo, San Luca, San Paterniano, San Benedetto, Sant'Angelo, San Vidal, San Samuele, San Maurizio, Santa Maria Zobenigo, San Fantin und San Moisè. 1581 zählte man im Sestiere 21.745 Einwohner, davon 5857 capi famiglia (Familienoberhäupter) und 314 nobili huomini (Adlige). Als Napoleon 1806 zahlreiche geistliche Institute aufheben ließ, befanden sich darunter die Pfarrgemeinden San Geminiano, Sant'Angelo, San Paterniano und San Basso; L'Ascensione wurde in ein Hotel umgewandelt. Die Zuschüttung von Kanälen vor allem im 19. Jahrhundert führte dazu, dass San Polo heute nur noch zwölf Inseln aufweist.

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