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Cannaregio

Cannaregio ist der am dichtesten besiedelte Stadtteil (Sestiere von Venedig) Venedigs. Die 13.169 Einwohner (Stand 12. Dezember 2007) des Sestiere verteilen sich auf die Pfarren San Giobbe e Bernardino (mit Opera Pia Contarini), San Marcuola (mit Santa Fosca), Madonna dell’Orto (mit San Marziale, Ospedale Fatebenefratelli und Casa Card. Piazza), Sant’Alvise (mit San Bonaventura (Carmelitane) und Canossiane), San Girolamo (mit Santa Maria Madre del Redentore und Ist. Suore Dorotee), San Felice (mit Santa Sofia), Santi Apostoli (mit Gesuiti) und San Canciano (mit San Giovanni Crisostomo und Santa Maria dei Miracoli). Die Flächenausdehnung beträgt 150 Hektar.
Cannaregio liegt im Nordwesten von Venedig und wird von der flächenmäßigen Ausdehnung nur noch von Castello übertroffen. Der Name leitet sich angeblich vom Zustand des Sestiere ab, den es vor der Besiedlung hatte, als es sich noch um ein versumpftes Gebiet handelte, in dem Schilfrohr (italienisch canna: Schilf) wuchs.
In Cannaregio beginnt der Canal Grande, von den Venezianern „Canalazzo“ genannt, der sich in Form eines umgekehrten „S“ nach San Marco windet. Ursprünglich war die dem Festland zugewandte Öffnung des Canal Grande nicht der Haupteinfahrtsweg. Diese Funktion erfüllte der Cannaregiokanal, der nach der Ponte delle Guglie beim Palazzo Labia in den Canal Grande mündet.

In Cannaregio wohnen überwiegend Arbeiter und Angestellte, viele kleine Gewerbebetriebe sind dort angesiedelt. Schlagader des Bezirks ist die Trasse der Strada Nova, die sich von der Ponte delle Guglie, zu Beginn noch Rio terrà San Leonardo, danach Rio terrà della Maddalena und kurz noch Via V. Emanule benannt, bis zum Campo SS. Apostoli hinzieht. Von der Strada Nova Richtung Bahnhof, nur vom Campo San Geremia unterbrochen, kommt man in die Rio terrà Lista di Spagna. In dieser Straße finden sich entlang der Hausfassaden in den Straßenbelag eingelassene weiße Marmorstreifen. Hinter diesen Streifen war exterritoriales Gebiet, waren hier doch viele ausländische Botschaften untergebracht. Der Begriff „Rio terrà“ leitet sich vom Umstand ab, dass diese Straßen ursprünglich Kanäle waren, die man zugeschüttet (interrare: zuschütten) und dadurch begehbare Wege geschaffen hat.
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